Das Wichtigste in Kürze
- Gemeinsames Bildungsformat der 13 Begabtenförderungswerke und der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB).
- Thema 2025: „Wir müssen reden!“ – Debattenkultur im Diskurs pluraler Weltanschauungen.
- 11 interdisziplinäre Arbeitsgruppen – vielfältig, kontrovers, inspirierend.
- Raum für Irritation, Widerspruch und Verständigung.
- Austausch, Begegnung und persönliche Weiterentwicklung in Heidelberg.
Warum Debattenkultur?
Hat Empörung einen Platz in der Debatte? Wie gehen wir mit Mehrdeutigkeit um? Und was erzählen Tarifverhandlungen über gesellschaftlichen Zusammenhalt?
Die Sommerakademie 2025 rückt genau solche Fragen ins Zentrum. Sie widmet sich den Grundlagen einer lebendigen Debattenkultur, beleuchtet Voraussetzungen für guten Austausch und diskutiert die Rolle von Wissenschaft und Medien. Dabei steht immer die Frage im Raum: Wie gelingt demokratischer Streit – als Haltung, als Praxis, als Beitrag zum Miteinander?
Die Idee dahinter
Einmal im Jahr kommen Geförderte der 13 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützen Begabtenförderungswerke sowie der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) zu einer gemeinsamen Sommerakademie zusammen. Jeweils zehn Geförderte pro Werk nehmen teil – für intensiven Austausch, interdisziplinäres Lernen und neue Perspektiven weit jenseits der eigenen Fachgrenzen.
Das besondere Profil der Akademie: Sie ist ein Raum für Reflexion und Irritation. Positionen werden hinterfragt, Widersprüche ausgehalten, neue Perspektiven bewusst zugelassen. Ziel ist es, die eigene Haltung zu schärfen und demokratische Streitkultur als gelebte Praxis zu erfahren.
Arbeitsgruppen und Inhalte
Die Akademie umfasst elf Arbeitsgruppen, die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten – von Philosophie, Politik und Ökonomie bis zu Medien, Theater und Popkultur. Die Gruppen werden von erfahrenen Referent:innen geleitet und verbinden theoretische Impulse mit konkreten Anwendungen. Hier findest du eine Übersicht aller Arbeitsgruppen inklusive Seminarbeschreibungen (PDF, 0.7 MB).
Das sind die Arbeitsgruppen im Überblick:
- Avicenna Studienwerk
Extremismus-Prävention zwischen lösungsorientierten Ansätzen und Stigmatisierung - Cusanuswerk
Wi(e)dersprechen – Streitkultur und Ambiguitätstoleranz als Ziele politischer Bildung - Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk
Rechtsextremismus und Erinnerungskultur: Streiten für die Demokratie - Evangelisches Studienwerk Villigst
Debatte misslungen? Zwischen mangelnder Partizipation und abgebrochener Diskussion - Friedrich-Ebert-Stiftung & Konrad-Adenauer-Stiftung
Medien im Wandel. Neue Herausforderungen und Auswirkungen auf die Demokratie - Hanns-Seidel-Stiftung & Friedrich-Naumann-Stiftung
Die politische Debattenkultur und der digitale Wandel / Debattenkultur im digitalen Wandel - Hans-Böckler-Stiftung & Stiftung der Deutschen Wirtschaft
Sozialpartnerschaft, Tarifverhandlungen und Demokratie - Heinrich-Böll-Stiftung
Betzavta-Methode: Demokratie erleben und lernen - Rosa-Luxemburg-Stiftung
Dialogfähigkeit in Zeiten politischer Empörung - Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB)
Debattenkultur in der Arbeitswelt. Arbeit in einer pluralen Zukunft – nachhaltig, fair und mitbestimmt? - Studienstiftung des deutschen Volkes
Mut zum Wort. Debattenkultur als Grundpfeiler der Demokratie
Organisation und Kontakt
Ort: Heidelberg
Zeitraum: 17.–22. August 2025
Die Studienstiftung des deutschen Volkes organisiert die Sommerakademie 2025 in Zusammenarbeit mit den anderen Begabtenförderungswerken und der SBB.
Ansprechpartner:innen bei der Studienstiftung
Max Gropper – Team Bildungsprogramm Perspektiven
E-Mail: gropper@studienstiftung.de
Dr. Andreas Geisler – Team Bildungsprogramm Perspektiven
E-Mail: geisler@studienstiftung.de
Warum das zählt
Demokratie lebt vom Diskurs – und davon, einander zuzuhören, zu widersprechen und sich trotzdem auf Augenhöhe zu begegnen. Die gemeinsame Sommerakademie schafft dafür Raum, Zeit und eine Atmosphäre, die Perspektivwechsel ermöglicht. Wer dabei ist, nimmt nicht nur neue Impulse mit, sondern trägt diese auch zurück in die Werke – und weiter in die Gesellschaft.