Anna Josefine Beiske: Ursprünglich habe ich mich für ein Medizinstudium entschieden, weil es durch seine enorme Vielfalt viele meiner Interessen vereint. Im Laufe des Studiums habe ich dann die Liebe zum ärztlichen Beruf entwickelt.
Gleichzeitig gewann ich zunehmend das Vertrauen in mich selbst, auch die große Verantwortung tragen zu können, die dieser Beruf mit sich bringt. Viele Schritte auf diesem Weg bin ich durch praktischen Unterricht, Praktika sowie meine Tätigkeiten als Tutorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin gegangen. Weitere durfte ich jedoch auch im Cusanuswerk machen.
Im Cusanuswerk habe ich beispielsweise ein Ehrenamt in stipendiatischen Gremien übernommen und die Planung einer einwöchigen Veranstaltung über den Jahreswechsel mit rund 110 Teilnehmenden verantwortet. In diesem wohlwollenden Rahmen konnte ich die Organisation und Durchführung größerer Projekte einüben und lernen, Verantwortung zu übernehmen.
Auch aus den zahlreichen Veranstaltungen des geistlichen Programms, die ich im Laufe der Jahre besucht habe, nehme ich immer wieder wertvolle Impulse mit – nach Hause und in mein Wirken hinein.
Besonders fasziniert mich der Zusammenhalt unter den Geförderten. Durch ähnliche Grundwerte und Überzeugungen entstehen bereits am ersten Tag einer Veranstaltung konstruktive Diskussionen, ein wertschätzender und zugleich kritischer Austausch über sich, Gott und die Welt sowie Synergien, die weit über einzelne Begegnungen hinausreichen. Es entsteht eine wohltuende Atmosphäre von Zugehörigkeit und Vertrauen. Schnell wächst ein Netzwerk – deutschlandweit und über Landesgrenzen hinaus.
Unter Cusanerinnen und Cusanern ist es selbstverständlich, bei Besuchen in anderen Städten privat unterzukommen, sich kennenzulernen und Verbindungen zu vertiefen. In fast jeder größeren Stadt gibt es Hochschulgruppen, sodass ich bei meinen bisherigen Umzügen stets Anknüpfungspunkte hatte – ob in Essen, Berlin, Zürich oder Boston: Überall gab es Stipendiatinnen und Stipendiaten, mit denen ich viele bereichernde Stunden verbringen durfte.
Stipendiatin im Cusanuswerk zu sein bedeutet für mich nicht nur Rückhalt, sondern auch Inspiration sowie die Möglichkeit. über meine eigenen Denkgrenzen hinauszuwachsen. Ein herausragendes Beispiel dafür ist das Ralf Dohle Mentoring-Programm für zukünftige Führungskräfte in helfenden Berufen.
Wir sind 40 Mentees aus unterschiedlichen helfenden Berufen – vereint in dem Wunsch, Verantwortung zu übernehmen. Neben der christlichen Wertegrundlage erlebe ich hier besonders einen wohlwollenden Blick auf das menschliche Miteinander und unsere jeweiligen Wirkungsfelder. Gleichzeitig werden hohe Ziele nicht relativiert, sondern bewusst gefördert.
Jede und jeder von uns hat sich zu Beginn des Programms eine Mentorin oder einen Mentor gesucht – häufig Ehemalige des Cusanuswerks. Die 40 Tandems gestalten ihre Beziehung individuell, zugleich gibt es immer wieder gemeinsame Austauschformate.
Insgesamt bin ich sehr dankbar für die vielfältigen Möglichkeiten persönlichen Wachstums, für Inspiration und Rückhalt, die ich im Cusanuswerk erfahren durfte. Deshalb ermutige ich jede und jeden, der sich in dieser werteorientierten, vielfältigen und inspirierenden Gemeinschaft wiederfindet, sich beim Cusanuswerk zu bewerben.