„Förderung muss bei jedem Kind an einer anderen Stelle ansetzen“

Romy Hepner ist Lehramtsstudentin für Kunst und Physik – und seit Jahren Teil der sdw-Förderfamilie. Vom Studienkompass bis zum Studienförderwerk Klaus Murmann hat sie erlebt, wie viel ideelle Förderung, persönlicher Austausch und Chancengerechtigkeit bewirken können. Heute gibt sie diese Erfahrungen weiter – mit dem Ziel, jedem Kind im Klassenzimmer faire Bildungswege zu eröffnen.

Romy Hepner ist sdw-Stipendiatin durch und durch: Von 2020 bis 2023 war sie Teilnehmerin des Studienkompass – des größten privaten Förderprogramms für Jugendliche aus nichtakademischen Elternhäusern in Deutschland. Heute ist sie Stipendiatin des Studienförderwerks Klaus Murmann – beides Angebote der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw).

Orientierung und Rückenwind durch den Studienkompass

Erfahrungen Sicherheit, Selbstvertrauen und Zuversicht gegeben haben“, erzählt Romy, die sich im Rahmen des Programms intensiv mit den Themen Studien- und Berufsorientierung auseinandersetzen konnte.

Von Anfang an hatte sie eine große Leidenschaft für Kunst und Kultur, aber auch für Physik. Eine Tätigkeit in den jeweiligen fachspezifischen Berufsfeldern konnte sie sich nicht vorstellen, was ihre Entscheidung für ein Studienfach erschwerte. Hinzu kam, dass Romys Eltern selbst nicht studiert haben und sie an manchen Punkten nicht unterstützen konnten.

„Mit Hilfe des Studienkompass habe ich herausgefunden, dass mir die Arbeit mit Menschen sehr zusagt und mir insbesondere die Übermittlung meiner Begeisterung für Kunst und Physik am Herzen liegt.“ Eine Erkenntnis, die sie schlussendlich an die Kunstakademie Münster – Hochschule für bildende Künste führte – für ein Studium der Physik und Kunst auf Lehramt.

Förderung im Studienförderwerk Klaus Murmann

Seit 2023 ist Romy nun auch Stipendiatin im Studienförderwerk Klaus Murmann und Teil der Zusatzangebote Studienkolleg für Lehramtsstudierende und Hans Hermann Voss-Stipendium für MINT-Studierende in NRW.

„Ich schätze besonders die ideelle Förderung mit ihrer Vielzahl an angebotenen Seminaren und die große Freiheit in der Mitgestaltung von Workshops und anderen Formaten. Über das Studienkolleg konnte ich bereits einige Seminare zu Themen besuchen, die im Lehramtsstudium leider total untergehen. Von Mental Health im Schulalltag bis hin zu Problematiken in der aktuellen Schulpolitik konnte ich mich in vielen Bereichen weiterbilden, die mir im Bachelor sonst nicht zugänglich gewesen wären“, verrät Romy.

Doch nicht nur Inhalte, sondern auch Werte wie Chancengerechtigkeit spielen für sie bei ihrem Stipendium eine wichtige Rolle: „Aus der Förderung durch die sdw nehme ich mit, wie wichtig es ist, jedem Kind in der Schule die gleichen Chancen auf Bildung zu eröffnen. Jedes Kind hat einen anderen Hintergrund und unterschiedliche Ressourcen in der Schule. Förderung muss daher bei jedem Kind an einer anderen Stelle ansetzen.“

Netzwerk und Gemeinschaft

Romy schätzt außerdem das Netzwerk der sdw, dessen Vorteile sie von Anfang an für sich nutzen konnte: „Über den Studienkompass hatte ich die Möglichkeit, mit Alumnae und Alumni in Kontakt zu treten, die Physik studieren oder das Studium bereits abgeschlossen hatten. Durch die Gespräche mit ihnen konnte ich mir ein besseres Bild davon machen, was mich erwartet. Das hat mir sehr geholfen.“

Diese positive Erfahrung nutzt sie weiterhin für sich und baut auch während ihrer Förderzeit ihre Kontakte weiter aus: „Das Netzwerk der sdw ist ein großes Geben und Nehmen, auf das ich nicht verzichten möchte. Die sdw verbindet Menschen mit verschiedenen Hintergründen und aus den unterschiedlichsten Studien- und Berufswelten, die jedoch alle eine gleiche Grundeinstellung haben. Ich habe schon oft Unterstützung in diversen Bereichen bekommen und selbst auch anderen weiterhelfen können.“

Austausch auf Augenhöhe

Ge­mein­sa­me Aktivitäten wie Treffen und Exkursionen mit der Regionalgruppe – egal ob im Studienkompass oder im Studienförderwerk – sind für Romy immens wichtig, um diesen engen Zusammenhalt zu stärken: „Es ist einfach unglaublich bereichernd. Und die Zusatzangebote wie das Studienkolleg und das Hans Hermann Voss-Stipendium geben mir die Möglichkeit, Studierende mit gleichen Interessen und Erfahrungen um mich zu haben und über ähnliche Hindernisse im Studium in den Austausch zu gehen.“

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